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CZENKUSCH Laufbahnberatung, Coaching und Training – Einblicke/Beispiele aus der Praxis

Beispiele aus der Praxis

An dieser Stelle möchte ich Ihnen einige Beispiele aus meiner täglichen Praxis vorstellen. Sie spiegeln typische Problemstellungen, Beratungs- und Lösungswege für die Betroffenen wider.

Neue Aufgabe nach Erziehungsurlaub

Frau G., 39 Jahre, Agraringenieurin, sucht eine neue berufliche Aufgabe, da ihr befristeter Arbeitsvertrag bei einem Beratungsbüro während des Erziehungsurlaubs endet. Außerdem hofft sie, dass dies auch zur Verbesserung der Partnerschaft beiträgt, die seit der Geburt des zweiten Kindes konfliktreich ist.

Ziel der Beratung: Ich möchte einen eigenen Aufgabenbereich aufbauen, der mir entspricht. Ich möchte finanziell unabhängiger von meinem Partner sein.

Frau G. pendelte zwischen der Möglichkeit, sich eine Teilzeitstelle zu suchen oder sich selbstständig machen mit einem bauernhofpädagogischen Angebot an Schulen. Mit der Lebenslinie zum Einstieg in die Beratung wurden Frau G. schnell für sie wichtige Themen und Wertvorstellungen klar. Vieles davon konnte sie momentan nicht leben, was wohl auch zu ihrer Unzufriedenheit beitrug. Mit dem Blick auf Ihre Stärken formulierte sie einen neuen, motivierenden Leitsatz. Die Übung Ich finde gut unterstützte sie dabei, den Blick auf das Positive zu lenken und sie in ihrer aktuellen Situation zu stützen. Weitere Methoden, die sie z. T. mit ihrem Partner bearbeitete, setzten sich mit ihren Werten und ihrer Identität auseinander. Ein Teil der Beratung galt der Klärung einer Strategie und der Bestimmung von Prioritäten: Energie in Bewerbung um eine Teilzeitstelle stecken oder an der Planung der Selbstständigkeit arbeiten. Methoden der Entscheidungsfindung und Absicherung führten Frau G. dazu, zunächst am Projekt Selbstständigkeit zu arbeiten. Wir entwickelten ein klareres Bild davon: wie kann dies konkret aussehen, zeitlich, inhaltlich, finanziell, was bedeutet dies für die Kinderbetreuung. Mit dieser Grundlage konnte sie besser mit ihrem Partner ins Gespräch darüber kommen. Frau G. wurde klar, dass sie sorgfältiger planen und Zeit effektiver nutzen muss, wenn sie Kinder und Beruf vereinbaren will. Tages- und Wochenpläne halfen ihr, mehr Alltagsstruktur zu gewinnen. Ihr immer konkreteres Bild motivierte sie. Sie besuchte ein Seminar für Existenzgründer und regelte die Kinderbetreuung besser.

Umfang: 5 Einheiten à 90 Minuten, jeweils 3-4 Wochen. Dazwischen: Mailkontakt, telefonisches Erstgespräch.

»Die Beratung hat mir geholfen, mich besser zu strukturieren.
Ich kann jetzt alleine weitermachen.« (Frau G.)

Aus der Opferrolle ins Handeln kommen

Frau H., 23 Jahre, Hotelfachfrau, Abitur, Studium beabsichtigt; der nächste Einschreibetermin naht, doch sie hat keine Idee, für welchen Studiengang sie sich entscheiden soll. Ihre Arbeit in einem Restaurant ist geprägt von einem unguten Arbeitsklima, einem hohen Stresspegel und schlechter Bezahlung. Der ursprüngliche Plan eines Studiums im Tourismusbereich, ist aufgrund der negativ belasteten Arbeitssituation völlig in den Hintergrund getreten.
In der Beziehung zu ihrem Freund kriselt es ebenfalls, was die Gesamtsituation zusätzlich anspannt. Auch hier hält sie aus und hofft auf Besserung, weil sie sich derzeit nicht in der Lage sieht, selbst die Beziehung zu beenden.

Ziel der Beratung: Ich will Klarheit in meine momentane Situation bekommen und wieder meine innere Sicherheit zurückgewinnen, damit ich eine Handlungsperspektive entwickeln kann.

Während die Klientin ihre Situation schilderte, zeichnete ich ihr die verschiedenen Konfliktfelder auf, die sie derzeit mehrfach belasten. Sie selbst sollte eines wählen, an dem sie aktuell arbeiten möchte. Da sie auf mich einen verunsicherten Eindruck machte, hatte die Beratung eher den Charakter einer Krisenintervention. In den nächsten 10 Tagen aus dieser Situation eine Entscheidung bezüglich Studienwahl herbeizuführen, wäre ungut gewesen. Momentan schien einiges in Schieflage zu sein, sodass sie sich außer Stande sah, neue Ziele zu entwickeln. Die Klientin entschied sich dafür, zunächst etwas an ihrer anstrengenden Arbeitssituation zu verändern, also einen neuen Job zu suchen. Um dies umzusetzen brauchte sie bei ihren Arbeitszeiten mehr Tagesstruktur und Termine mit sich selbst, an denen Sie recherchiert, Bewerbungen schreibt, sich gezielt bemüht. Sie machte auf mich einen sehr entmutigten Eindruck und schien wenig Zugang zu ihren Ressourcen zu haben. Daher haben wir im Gespräch herausgearbeitet, was ihr früher Spaß gemacht hat, was ihr gut tut und wie sie sich diese Kraftquellen (z.B. Sport machen, Musik hören) trotz der stressigen Arbeits- und Lebenssituation erschließen kann. Diese Maßnahmen sollten dazu dienen, sie zu stärken und aus der Opferrolle zu mehr Aktivität zu motivieren um sich dann zu einem etwas späteren Zeitpunkt, evtl. unterstützt durch weitere Laufbahnberatung, intensiv mit ihrer Studienwahl auseinander zu setzen, die sie bis Ende des Jahres treffen will.

Umfang: 1 Termin à 1,5 Stunden

»Ich habe wieder mehr Klarheit gewonnen und eine Idee,
wie ich momentan weiter machen kann.« (Frau H.)

Gestärkt in den Berufseinstieg

Physikstudentin Susanne M., 24 Jahre und im vorletzten Semester ihres Studiums, sucht für sich den geeigneten Berufseinstieg. Sie möchte bei der Stellensuche ihre Stärken und Interessen kommunizieren können, wissen, welche Arbeitsfelder für sie in Frage kommen und ihre Ziele für die Stellenrecherche formulieren können.

Inhalte der Beratung waren die Benennung bisheriger Arbeits- und Lebenserfahrung, die Reflektion ihrer Wertehaltungen, die Analyse von Stärken und Grenzen, die Abklärung der Interessen, die Entwicklung von Visionen und Zielen, die positive Selbstdarstellung bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen und die Anbahnung konkreter Kontakte zu Arbeitgebern.

Frau M. gewann durch die Beratung Klarheit über ihre eigenen Stärken und Werte und damit eine Wertschätzung sich selber gegenüber. Sie gewann Sicherheit für ihre Entscheidungen, wählte einen individuellen Weg passgenau zu ihren Wünschen und suchte am Arbeitsmarkt, die für sie passenden Arbeitgeber mit mehr Mut und einem klaren Ziel vor Augen.
Ihre Bewerbungen formulierte sie sehr selbstbewusst und bei Vorstellungsgesprächen konnte sie entspannt überprüfen, ob die Arbeitsinhalte und Bedingungen ihren Vorstellungen entsprachen.
Sie erhielt mehrere Angebote von Firmen und wählte das für sie passende heraus.

Die Treffen fanden alle 2 Wochen statt, dauerten jeweils1-2 Stunden und es waren insgesamt 6 Sitzungen.

»Ich habe die Beratung gegen Ende meines Studiums in Anspruch genommen, da es mir schwer gefallen ist, meine Stärken zu formulieren und ich nicht wusste, wo ich nach meinem Studium hin möchte. Jetzt ist mir vieles klarer geworden. Ich kenne meine Stärken und kann sie begründen. Zusätzlich habe ich hilfreiche Tipps bekommen, wie ich mich über den Arbeitsmarkt informieren kann und wie ich meine Bewerbungsunterlagen verbessern kann. Ich erkenne mich jetzt in meinen Bewerbungen wieder. Ich bin froh, dass ich die Beratung gemacht habe und Zeit in meine Zukunft investiert habe.« (Susanne M.)

Stress im Beruf kann zu Beziehungsproblemen führen

Herr A. ist seit 21 Jahren als angestellter Schlossermeister tätig. Seit einigen Monaten spürt er, dass er durch den Stress im Beruf schlecht abschalten kann, unzufrieden in seiner Freizeit ist und dass er seine Ehefrau häufig schroff und unfreundlich behandelt. Aus Sorge um seine Beziehung kommt er in die Laufbahnberatung.

Seine Ziele, der Beratungsauftrag: Ich möchte mit Stress besser umgehen lernen, damit es wieder harmonischer zwischen meiner Frau und mir zugeht.

Inhalte und Verlauf der Laufbahnberatung: Wir fanden im Gespräch, mit einem Beobachtungsbogen und einem Selbsterkundungsfragebogen heraus, dass Herr A. in seiner Arbeitsrolle ganz besonders die Verantwortung für andere und die Verantwortung nach außen als große Belastung empfand. Die persönlichen und körperlichen Belastungen waren gering; seine Arbeit und seine Freizeit besaßen für ihn Sinn, er fühlte sich motiviert und er hatte keinerlei körperliche Beschwerden. Wenn nicht diese Konflikte mit seiner Frau gewesen wären...
Es stellte sich heraus, dass Herr A. eher ein Mensch ist, der dazu neigt, aus Unsicherheit und Angst vor Fehlern, sich lieber weniger zu engagieren, als selbstbewusst Verantwortung zu übernehmen. Allerdings braucht Herr A. besonders viel Zeit zum Planen und Vorbereiten. Vielleicht sogar in manchen Situationen zuviel Zeit. Ihm wurde klar, dass er genauer abwägen kann, wo ein kontrolliertes Vorgehen notwendig und wo ein gelasseneres Vorgehen angemessen ist. In den nächsten Wochen trainierte er das Abwägen zwischen beiden Varianten und nutzte seine Fähigkeit, gründlich zu planen, um Zuhause seine Pflichten (Garten, Reparaturen, ...) besser zu bewältigen und dann seine Freizeit und die Zeit mit seiner Frau besser genießen zu können.
Durch die Übung „Stärken sammeln“ wurde Herr A. sehr stark angeregt, seine Kompetenzen und liebenswerten Eigenschaften zu sehen und zu schätzen. Mit gesteigertem Selbstbewusstsein konnte er die verantwortungsvollen Aufgaben im Job mutiger und zuversichtlicher angehen, was zu einer erheblichen Stressverminderung führte.

Dauer: 3 Termine à 60 Minuten, jeweils 3 bzw. 4 Wochen dazwischen

»Ich bin so froh, dass meine Frau und ich uns jetzt wieder besser verstehen!« (Herr A.)